Und doch: Schöner ist es nicht? Neueröffnung von CAMP SPACE Berlin
7. September bis 2. Oktober 2023
Mit „Is It No More Beautiful Than That?“ / „Und doch: Schöner ist es nicht? Das ist das Ganze?“ eröffnet Kuratorin und Galeristin Tayla Camp (geb. 1991, USA) einen neuen temporären Kunstraum in Berlin Mitte. Das Projekt Camp Space etabliert sich als Pop-Up Galerie, die insbesondere Frauen und artists of color eine Plattform bietet.
Mit der Eröffnungsausstellung werden zwei junge Künstlerinnen auf ihrer komplexen Suche von Enttäuschung und Unzufriedenheit hin zu emotionaler Erfüllung begleitet. Mit neuen stilistisch unterschiedlichen aber thematisch aufeinander bezogenen Werken dokumentieren die Künstlerinnen Roxanne Krumm (geb. 1988, USA) und Skai (geb. 1992, Litauen) ihr entschlossenes, fast zermürbendes, Bemühen um Wahrheit und Lebendigkeit sowohl in sich selbst als auch in der sie umgebenden Realität.
Camp Space will aufstrebenden Künstler:innen, insbesondere Frauen und artists of color würdigen, deren Werke Geschichten erzählen und zur Sinngebung anregen. Durch sorgfältig kuratierte Präsentationen, die sich mit sozialen, kulturellen und politischen Themen auseinandersetzen, gewährt Camp Space eine Plattform für intersektionale Repräsentation. Camp Space bietet Kunstwerke zu Preisen, die auch kleineren Budgets gerecht werden, von hochwertigen Kunstdrucken bis hin zu Originalgemälden in unterschiedlichen Formaten.
Skai: When will the wait be over?, 2022. Oil on panel, 40 x 40 cm.
Galerie Neueröffnung in Berlin Camp Space präsentiert: „Und doch: Schöner ist es nicht?“ Werke von Roxanne Krumm und Skai, kuratiert von Tayla Camp 07.09. – 02.10.2023 Brunnenstraße 22, 10119 Berlin
Presse Preview: 4. September, 18 bis 22 Uhr Vernissage: 6. September, 18 bis 23 Uhr
Sculpture-Network Berlin Dialogue am 9. September 2023
Neun renommierte Berliner Galerien und das silent green präsentieren in dieser Sommerausstellung skulpturale und raumspezifische Installationen von Künstlern aus ihrem Programm in der ehemaligen Schießpulverfabrik.
Die Berliner GalerieEbensperger und das silent greenKulturquartier haben das Gelände erschlossen, um das glamouröse Theater mit Clubhaus und das zweigeschossige Bürogebäude als Ort für künstlerische Projekte wiederzubeleben.
Rund 60 ausgewählte Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern wie Eva Koťátková (Meyer Riegger), Heike Kabisch (ChertLüdde) oder Karin Sander (Esther Schipper) greifen den morbiden Charme des Ortes auf und regen dazu an, sich mit der Vergänglichkeit von Zeit und Raum, oder auch einem Künstler*innen-Atelier auseinanderzusetzen.
Renata Lucas (* 1971 in Ribeirão Preto) ist eine brasilianische Installations- und Konzeptkünstlerin, die in São Paulo lebt und arbeitet. In der Präsentation short cut ihrer Einzelausstellung bei neugerriemschneider (28.4. – 27.5.) baut Lucas auf konkurrierenden Vorstellungen von kontemplativer, nicht greifbarer Interaktion und deren quantifizierbarer Bewertung auf und lädt die Betrachter ein, sich aktiv an einer münzbetriebenen Installation zu beteiligen, die die Bedingungen der Aufmerksamkeit und die Prozesse der Interpretation neu überdenkt.
MK Kaehne (*1963 Vilnius/Litauen) ist ein deutsch-russischer Bildhauer, der in Berlin lebt und arbeitet. Neben den berühmt berüchtigten, funktionalen Kofferskulpturen des Bildhauers MK Kaehne zeigt die Ausstellung MUTTER neue Objekte, lebensgroß und hyperrealistisch dargestellte Menschen – einen weiblichen Akt sowie die Büste eines Jungen – in der für Kaehne typischen Ästhetik. In der Galerie Semjon Contemporary dreht sich alles um das Thema „Mutter“ in mannigfaltiger Version. Kaehne, der in Moskau und Berlin aufgewachsen ist und seine künstlerische Laufbahn nach seinem Studium an der Kunsthochschule Weißensee (1983-88) in der Wendezeit begann, ist vom russischen Konstruktivismus geprägt. Sein Werk ist stark analytisch, greift biografische, politische und dadaistische Elemente auf; die Resultate aber sind ironisch.
Am Samstag, den 27. Mai 2023, biete ich im Rahmen der Dialog-Veranstaltungen des europäischen Bildhauer*innen-Netzwerkes Sculpture Network eine Führung zum Thema „Konzeptkunst“ an. Anmeldung über das Büro.
… in einem System der Sättigung: auf dieses Paradoxon zielen es die beiden Objekte Zielscheibe und Komplett von Bildhauer MK Kaehne ab.
Das Ensemble mit der durchsichtigen Zielscheibe als Hintergrund für die (Schmuck-) Schatulle der Pistole – Komplett – ist eine Referenz auf die Produkt-Präsentation in Kaufhaus-Schaufenstern. Luxeriös ist das Prädikat, das einer beim Anblick dieser präzis gefertigten Objekte durch den Kopf schießt. Einmal erworben hängt das Kunstwerk an der Wohnzimmerwand, das Sonnenlicht erzeugt ein flirrendes Schattenspiel der Ziffern und Linien; ein Statussymbol, das die Gefahr in sich birgt, würde man seine bildliche Definition ernst nehmen.
MK Kaehne: Komplett, 2011. Epoxidharz, Holz, Acrylglas, Pistole. 153 x 187 x 52 cm mit Sockel.
Mit dem Bild der geöffneten Schatulle, Schutzhülle und Zielscheibe zugleich, führt der Künstler die eigentliche Funktion dieses Objektes ad absurdum. Ein Griff und die Pistole liegt kühl in der Hand der Kunstliebhaber:in; die Zielgrade verlängert, den Abzug gezogen, und der Schutz ist zerstört. Wie schmal ist eigentlich der Grat zwischen Sicherheit und Gefährlichkeit?
Das Bett (2016) bleibt unklar; unklar wem die Schüsse ins Museumsglas des Bildes galten. Ist es die Ruhestatt eines handlungsreisenden Singles – im Spiegel des modernen Nomadentums – , oder die eines Geflüchteten, als Metapher für Flucht und Vertreibung? Am Ende vielleicht doch nur ein angeschossenes Setting aus „Schöner Wohnen“…
MK Kaehne: Bett, 2016. Lambdaprint, Holzrahmen, Glas, Pistoleneinschüsse. 146 x 180 cm.
MK Kaehne, russisch-deutscher Bildhauer, bewegt sich immer wieder an der Grenze von Realität und Schein, entlang dem Bild und Abbild der Dinge, die unsere ökonomisch orientierte Konsumwelt bestimmen. Mit präziser Sicherheit stöbert er dabei die Brüche auf, die einer das Lachen in der Kehle stecken lassen.
Keine Angst vor Blumen! Gruppenausstellung Berliner Künstler:innen in der Galerie Kleiner von Wiese. Unter anderem mit Werken des deutsch-russischen Bildhauers MK KAEHNE
Ausstellungsansicht mit Leuchtkasten „Koffer:Pflanzen“, 2017 von MK Kaehne
Angesichts der Berlin Art Week wurde die Ausstellung in der Friedrichstr. 204, nahe Checkpoint Charlie, bis zum 30.09.2021 verlängert. Öffnungszeiten Di – Do 15 – 18 Uhr.
Postkoloniale SchwarzWeiß-Fotografien von Manoj Kumar Jain
Mit ‚the forgotten frames‘ zeigt die Galerie ‚Under the Mango Tree‘ vom 28. Mai bis zum 24. Juli 2021 das authentische Portrait einer Gesellschaft, die gleichsam kostbar wie zerbrechlich ist. Der Photograph Manoj Kumar Jain (*1970) verbrachte zwischen 2002 und 2008 ungefähr 150 Tage mit den Dorfbewohnern Bastars in dieser abgeschiedenen Region Zentral-Indiens. Die Adivasi führen dort, tief in den Wäldern, noch immer ein ziemlich unberührtes und traditionsreiches Leben. „Die Fotografien von Manoj sind Zeugnis wirklich wichtiger Dinge: eines Lebensstils, der Natur und Mensch mit der Welt verbindet; einer Welt, die immer mehr zerstört wird…“, sagt Galeristin Mini Kapur, deren diskursiver Ansatz vor allem dem Verständnis des Anderen durch das Erleben von Kunst gilt.
„Früher, sagen die Leute, konnten sie ihren Göttern in die Augen schauen und sprechen. In diesen Tagen sind die Götter merkwürdig abwesend, und nur der rohe Mut in ihren Augen bleibt, wie jedes der Gesichter in diesem Buch bezeugt.“, schreibt die Anthropologin Nandini Sundar in dem Photoband zur Ausstellung. „Aber wenn ich meine Augen öffne, sehe ich die verwüsteten Wälder und die Eindringlinge, die auf die Adivasi-Kultur herabblicken und sie ‚zivilisieren‘ und ‚etablieren‘ wollen. In der oft als ‚letzte Stammesgrenze‘ Indiens bezeichneten Landschaft, werden die Wälder gerodet und die Gesellschaft verändert. Diese Fotos erfassen eine Welt in Transformation, sowohl in scheinbar zeitloser Schönheit als auch in einer Schönheit, die nur noch sehr wenig Zeit hat“.
Schwarzweiß-Fotografie mit formalistischem Ansatz
Manoj Kumar Jain, der an der Delhi College of Arts Fotografie studierte, verfolgt einen stark formalistischen Ansatz. Seine Augen scheinen das Bild in Formen und Linien zu zerlegen, und manchmal verwandeln sich seine kompositorischen Ideen sogar in Zeichnungen. Auch wenn Photographen wie Sebastião Salgado hohe Maßstäbe für die Schwarzweißfotografie in Bezug auf die malerischen und skulpturalen Qualitäten setzten, Manoj gelingt es mit seiner Wahl der analogen Schwarzweiß-Fotografie die Authentizität der Kultur und der Menschen, formal wie inhaltlich abzubilden.
„Manoj Kumar Jain hat die Adivasi-Kultur von Bastar eingefangen, bevor sie zu verblassen begann, getragen von Landrechtskonflikten, Eisenerz- und Kohlebergbau, dem Einfluss des Tourismus oder der Arbeitsmigration“, schreibt Dr. Uta Ruhkamp vom Kunstmuseum Wolfsburg im Katalog. „Inzwischen könnten seine Bilder bereits zu Geschichten der Wahrheit geworden sein.“
Zur Ausstellung erscheint ein Photoband mit Texten von Dr. Uta Ruhkamp, Kuratorin Kunstmuseum Wolfsburg, Deutschland, und Nandini Sundar, Professorin für Soziologie, Delhi School of Economics, Indien.
‚Celebrating the Seed‘ zum 10jährigen Jubiläum der Galerie
Anlässlich ihres 10jährigen Jubiläums greift die Galeristin Mini Kapur – gebürtige Inderin – das noch heute zelebrierte Marka Pandum, das Mango-Ess-Festival auf, bei dem den Vorfahren die Früchte des Mango-Baumes dargebracht werden. Der Brauch will es, dass niemand Mangos isst, oder gar der Erde Lebensmittel oder Wasser entnimmt, bevor die Ahnen nicht gespeist haben. In diesem Sinne lädt die Galerie, zum Mango-Fest CELEBRATING THE SEED ein, sobald es die Corona-Maßnahmen wieder zulassen.
Das vielfältige Rahmenprogramm zur Jubiläums-Ausstellung, mit Lesungen, Konzerten und Galerie-Dinnern, finden Sie unter den Pandemie-Bedingungen jeweils aktuell auf der Homepage der Galerie sowie auf Instagram und Facebook.
Georg Nothelfer auf der art Karlsruhe 2013. Foto: Von Harald Krichel – Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=25560747
Ich werde ihn vermissen, diesen Kunstbesessenen, Urgestein der Berliner Galerien-Szene, behäbiger Vertreter seiner Zunft auf den Messen der Kunstwelt! Galerist aus voller Überzeugung, im Glauben an das Verbindende wie gleichsam Verbindliche der Kunst. Er unterstützte seine Künstler und baute sie auf. Gestand aber ebenso ein, dass es Zeiten gab, in denen nicht er die Künstler versorgte, sondern sie ihren Galeristen „durchzogen“.
2021 hätte Georg das 50jährige Jubliläum seiner Galerie begehen können. Zusammen mit seinem langjährigen Team Irene Schumacher und Vera Ehe. Seine Frau Katharina war 2017 verstorben. Und noch letztes Jahr repräsentierte der 81jährige seine Künstler persönlich auf der Art Basel. Unermüdlich im Einsatz für die Bildende Kunst. Und immer noch streitbar in der Diskussion um Kulturpoltik und Kunstmarkt. Mit Argumenten aus seinem reichen Erfahrungsschatz und vielfältigen Aktionen für die Kunst.
Allen voran seine Pop-Up-Galerie – wie man heute sagen würde – zur documenta 6 (1977) mit Werken des Informel , die gleichzeitig als Künstler-SleepIn diente. Eigentlich mit drei Galeristenkollegen geplant, sollte ein leerstehendes Bürogebäude am Kasseler Hauptbahnhof zu einer Ausstellungsfläche umgestaltet werden. Doch die drei Mitstreiter sprangen im letzten Moment ab. Quasi über Nacht wurde das Büro umgebaut und hergerichtet, so dass noch während der Eröffnung die Wände weiß getüncht wurden. Nothelfer konnte so nicht nur dem kunstinteressierten Kasseler Publikum die Stars des Informel präsentieren, er wurde auch zum Helfer in der Not. Angereisten, die keine bezahlbare Unterkunft mehr fanden, bot er in den freigebliebenen Räumen des Büros eine günstige Schlafgelegenheit.
Eduard Chillida: Berlin, 1999-2000. Corten-Stahl, H 5,5 x B 4,25 x T 4,45 m Foto: Andreas Thum / CC BY-SA
2001/2002 sorgt er dafür, dass die unsensibel vor dem neuen Kanzleramt aufgestellte viele Tonnen schwere Stahlskulptur „Berlin“ von Eduardo Chillida angemessen umgesetzt wird – und mittlerweile als Wahrzeichen für die politischen Berichterstattung aus der Hauptstadt gilt . Zwei scheinbar schwebende geschwungene Stahlelemente greifen hier ineinander. Wie Hände oder Finger berühren sie sich aber nicht. Trotz der großen Nähe besteht hier auch die Distanz. Jeder steht für sich alleine, sucht aber den Kontakt zum Anderen. Ein starkes Symbol der Wiedervereinigung – von Kunst und Politik.
Seine Überzeugung und Leidenschaft drückt der Publizist Georg Nothelfer in der mit seinem Freund Manfred de La Motte 1991 verfassten Anthologie über die abstrakte Kunst „L’art moral – Die Würde und der Mut“ aus. Das Buch stellt über neunzig internationale Künstler aus dem abstrakt-expressionistischen Bereich vor und verweist damit – heute wie damals (1991 als Reaktion auf die Ausstellung „Deutsche Kunst im 20. Jahrhundert“ in der Stuttgarter Staatsgalerie verfasst, bei dessen großangelegtem Rückblick auf die deutsche Kunst, die Stilrichtungen Tachismus und Informel vollständig übergangen worden waren) – auf die eminente Bedeutung dieser Kunstrichtung hin.
Bei einem meiner letzten Besuche in der Galerie gab Georg es mir noch einmal an die Hand – als Studium der neueren deutschen Kunstgeschichte. Und als Erzählung seiner Lebensgeschichte- wie mir scheint: Mit Würde und Mut!
„Die Würde und der Mut – l’art moral“ Hrsg. Manfred de la Motte, 1991, Texte von Manfred de la Motte, Henri michaux, Julien Avard, Pierre Restany, René Déroudille, Michel Tapié, Otto van de Loo
Der internationale Kunstbetrieb befindet sich in einer riesigen Umstrukturierung: Ein aufgeheizter Kunstmarkt befördert die Monopolisierung auf einige wenige Player, gegenüber einer steigenden Zahl von Künstler*innen und Kunstliebhaber*innen, die kaum Anteil an dem von den Medien so farbenfroh ausgemalten „Hype“ haben.
Social Media auf dem Vormarsch
Gleichzeitig ermöglicht die Digitalisierung eine immer größere Partizipation am Kunstmarkt, vor allem über die Social Media. Künstler*innen wie Kunstliebhaber*innen produzieren und konsumieren „ihre“ Kunst im digitalen Raum. Hinzu kommt, dass der Anteil an digitaler Kunst wie auch digitaler Präsentationsformen von Kunst im Netz stark ansteigt.
Vor dem Hintergrund des digitalen Wandels – auch im Kunstbetrieb – nutzt BAM!innovative Formen digitaler Vermittlung von Kunst, wie zum Beispiel Social Media Anwendungen.
Den Primärmarkt im Focus
BAM! Berlin Art Management berücksichtigt vor allem den Primärmarkt, d.h. direkt die Produktion aus den Ateliers. Eine Lösung, bei der individuelle Beratung direkt in professionelle Umsetzung, beziehungsweise Begleitung künstlerischer Projekte und Interessen mündet.
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